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Wein&Kulinarisches
Rudolf Kammermeier
Die Mispel - Mespilus germanica
Rosengewächse - Rosaceae
Herkunft:
Vorderasien, Zentralasien
Inhaltsstoffe:
Vitamine C, Kohlenhydrate,
Pektin, Gerbstoffe, Organische
Säuren, Mineralstoffe, Spuren-,
elemente
Die Sauce:
Bevor die Römer 200 v. Chr. die Mispel als Obstart entdeckten, wurde sie schon lange am Kaspischen Meer kultiviert. Im Mittelalter wurde die Mispel bei uns in Klostergärten, Bauerngärten und auf Streuobstwiesen angebaut. Man schätzte sie als Obst und wegen ihrer Heilwirkung. Kaiser Karl der Große (800 n. Chr.) schrieb sogar in einer Verordnung vor, dass in jedem Klostergarten Mispelbäume zu stehen haben. Von den Klostergärten fand die Mispel den Weg in die freie Natur und verwilderte.
Da die Mispel in unseren Breiten relativ selten und auch ziemlich unbekannt ist, hat uns diese scharfe Sauce besonders gereizt. Das feine Aroma nach getrockneten Birnen und Aprikosen passt hervorragend zu nahezu allen Käsen, Desserts, Sorbets und hellem Fleisch.
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